Sattler

Sattler – Ein klassischer Beruf der sich stets weiterentwickelt

 

Der Ursprung des Sattler-Handwerks liegt Jahrhunderte zurück und beginnt mit dem Gebrauch des Pferdes als Nutztier. Seit dieser Zeit gehören die Anfertigung und Reparatur von Zaumzeug, Sattel, Kutschenverdeck und Polster zum klassischen und traditionellen Aufgabengebiet des Sattlers.


Später erweiterte sich das Tätigkeitsfeld des Sattlers um das Bespannen von Kutschen, die Herstellung von Koffern und Taschen sowie das Polstern von Möbeln.
Mit der Industrialisierung und spätestens mit der Erfindung des Automobils erweiterte sich das Berufsbild des Sattlers dann gravierend: Jetzt mussten Sitzpolster und Verdecke gefertigt werden, und auch Planen zum Schutz der Ware auf LKWs wurden gebraucht.

 

Der Autosattler fertigt und repariert heute Sitz- und Liegepolster, Innenausstattungen und Verdecke, wobei er abgesehen von Leder auch Textilien und Kunststoffe verarbeitet. Und dies nicht nur in neuen Autos, auch Oldtimer, alte Kutschen und selbst Flugzeuge werden von ihm mit speziell angefertigten Sitzen ausgestattet.

 

Aus Planenstoffen stellt der Sattler Abdeckungen für Transportfahrzeuge sowie Zelte und Markisen her. Reitsportsattler fertigen und reparieren Ausrüstung für Zug-, Reit- und Tragtiere.

 

Dazu gehören Sättel – die natürlich individuell für Pferd und Reiter angepasst werden – Geschirre, Zaumzügel, Zügel, Leinen, Gurte und Decken.

 

Der Feinsattler ist der Spezialist für langlebige feine Lederwaren wie Koffer, Etuis, Werkzeug- und Spezialtaschen. Er fertigt und repariert einfache Brillenetuis genauso wie hochwertige Handtaschen.

 

(Quelle:  Verband des Deutschen Sattlerhandwerks)